Kindern in den Mund gelegt -
ein Tag in meinem Minikindergarten


Heute ist wieder Minikindergarten. Meistens gehe ich gerne. Alle meine Freunde sind da und es ist immer etwas los. Mama hilft mir, die Jacke und die Schuhe auszuziehen. Die Hausschuhe stehen in meinem Fach im Regal gleich neben der Eingangstür. Ich gucke mich schon mal um: Sarah macht ein Puzzle und Jan spielt mit den Autos. Prima, da kann ich ja  gleich mitmachen. Erst hänge ich noch meinen Rucksack auf. Am Anfang war das gar nicht so einfach, die Schlaufe am Rucksack an den Haken zu bekommen. Jetzt schaffe ich das schon ganz alleine! Ich sage Mama noch ganz schnell „Tschüss“ und ab geht es zum Spielen. Jetzt sind auch Fabian und Svenja gekommen. Wir spielen mit den Autos, toben auf den  Matten und bauen ein tolles Haus aus Schaumstoffwürfeln.

 

Unsere Betreuerinnen sind ganz liebevoll, geduldig, offen, aber auch bestimmt. Wenn sie „nein“ sagen, dann meinen sie das so - und meistens sind sie sich einig.

 

Um 10.00 Uhr frühstücken wir. Wir holen unsere Rucksäcke und setzen uns an den Tisch. Zuerst sagen wir den Frühstücksspruch und dann packen wir unsere Frühstücksdosen aus. Ein Brot mit  Leberwurst, lecker. Sandra hat wieder einen geschnitzten Apfel dabei. Ich würde gerne auch mal so einen Apfel essen. Aber leider dürfen wir nicht untereinander tauschen. Vielleicht macht mir Mama ja auch mal so was Tolles. Nach dem Frühstück spielen wir wieder. Im Sommer sind wir ganz oft auf dem Spielplatz hinten im Garten. Da gibt es eine große Sandkiste, Schaukeln und eine Rutsche. Wenn wir drinnen bleiben, dann basteln wir ganz oft. Das ist manchmal ganz schön schwierig, aber Vieles kann ich schon alleine, manchmal hilft mir Svenja, manchmal eine Betreuerin.

 

Und „schwupps“ ist die Zeit auch schon wieder rum. Wir sitzen alle im Kreis auf dem Boden und machen lustige Fingerspiele. Zum Schluss singen wir unser Abschiedslied: „Alle Leut‘, alle Leut‘, geh'n jetzt nach Haus'.“ Danach setzen wir uns zu unseren Jacken und Rucksäcken und dann wird die Tür aufgemacht. Es war wieder schön im Minikindergarten. Aber ich bin auch froh, dass ich mei-ne Mama jetzt wiederhabe - und ein bisschen müde bin ich auch.